Mit Blick auf Verhandlungen über die Besetzung wichtiger Gremien im Thüringer Landtag pocht AfD-Fraktionschef Björn Höcke auf Einfluss bei der Verfassungsschutzkontrolle. Man lege Wert darauf, dass die stärkste Oppositionsfraktion selbstverständlich in der parlamentarischen Kontrollkommission vertreten sei, sagte Höcke bei der Landespressekonferenz in Erfurt. Der 52-Jährige machte klar, dass er dies auch als Teil einer möglichen Paketlösung zur Besetzung weiterer wichtiger Gremien des Landtags ansieht.
Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und beobachtet. Viele Abgeordnete halten es deshalb für undenkbar, dass ein AfD-Vertreter in einem Gremium mitwirkt, dessen Auftrag es ist, den Inlandsgeheimdienst zu kontrollieren.