Thüringens BSW-Chefin Katja Wolf hat sich kompromissbereit bei einer Verständigung mit CDU und SPD zu den friedenspolitischen Forderungen ihrer Partei geäußert. Die Wagenknecht-Partei besteht vor der Aufnahme offizieller Koalitionsgesprächen darauf, dass sich die drei Parteien auf einen Passus in der Präambel eines möglichen Koalitionsvertrages verständigen. «Die Präambel ist wichtig – aber es geht nicht ohne Kompromisse. Es ist wie eine saure Zitrone, in die jeder von uns beißen und ungefähr denselben Schmerz empfinden wird», sagte Wolf «Zeit online».
Zum möglichen Inhalt des Passus sagte Wolf: «Die komplette Ablehnung von Waffenlieferungen würden CDU und SPD nicht mittragen können. Aber wir sprechen uns gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen auf Thüringer Boden aus.» Allerdings ist das ohnehin durch einen Vertrag völkerrechtlich untersagt.