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Thüringens Ministerpräsident Voigt will Umgang mit KI nach Kritik prüfen

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) denkt über stärkere Qualitätskontrollen für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) denkt über stärkere Qualitätskontrollen für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will nach Kritik an KI-generierten Reden Fehler benennen, Prozesse verbessern und Expertenrat einholen.

Nach Kritik am Umgang mit Künstlicher Intelligenz in seinen Reden und Gastbeiträgen will sich Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt intensiver mit dem Thema befassen. «Wenn da Fehler entstanden sind, finde ich, muss man die auch klar benennen», sagte der CDU-Politiker bei der Aufzeichnung des Funke-Podcasts «Amann Unframed» mit der Journalistin Melanie Amann in Erfurt. Er wolle die Verantwortung auch nicht wegschieben. «Klar ist: Alles, was in meinem Namen rausgeht, da trage ich Verantwortung», sagte Voigt. Der Podcast erscheint am Donnerstag.

Voigt war vor zweieinhalb Wochen in die Kritik geraten, weil mehrere seiner Reden und Gastbeiträge mit Hilfe von KI entstanden sind. In einem Gastbeitrag von Voigt für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» waren Zitate von Wissenschaftlern enthalten, die nicht verifiziert werden konnten. Voigt sagte dazu: «Ich finde, das muss man als Fehler auch kennzeichnen, das ist auch so.» Die «FAZ» depublizierte Voigts Gastbeitrag nach Bekanntwerden der Vorwürfe.

Austausch mit Experten

Während der Diskussion über die Anwendung von KI in seinen Reden und Gastbeiträgen habe er sich Zeit genommen, darüber nachzudenken, wie Prozesse dazu verbessert werden könnten - etwa durch ein Vier-Augen-Prinzip und verstärkte Qualitätskontrollen. Er habe sich für die Sommerpause bereits ein paar Bücher zu dem Thema zurechtgelegt. Außerdem kündigte Voigt an, sich mit Experten über den richtigen Umgang mit KI auszutauschen.

In dem Funke-Podcast warnt Voigt aber auch davor, «aus Angst, darauf zu verzichten», KI zu verwenden. «Man muss ganz beherzt darauf zugehen und überlegen, was ist die kluge Anwendung.» 

Debatte in der Gesellschaft führen 

Der 49-Jährige betonte mehrfach, dass in der Nutzung der Technologie auch viel Potenzial liege. «Die eigentliche Chance für Deutschland besteht darin, dass wir die maschinentechnologischen Daten, die wir haben auch nutzen», sagte er. Man dürfe nicht naiv sein und glaube, man könne technologisch ohne KI auskommen. «Ich finde, dass Deutschland sich der Zukunft nicht verwehren darf.»

Es sei eine Debatte in der Gesellschaft zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz entstanden - etwa, ob Texte, die mit KI erstellt wurden, gekennzeichnet werden müssten. «Das ist ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess», sagte er.

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