Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sieht im Scheitern der Wagenknecht-Partei bei der Bundestagswahl kein Problem für sein Brombeer-Bündnis. «Das belastet die Koalition nicht», sagte er in einem Interview mit dem «Freien Wort». Die Landesregierung arbeite ihr 100-Tage-Programm ab mit Schwerpunkten bei Bildung, Wirtschaft und Gesundheit. «Uns ist wichtig, dass wir nicht wie die Ampel in der Öffentlichkeit streiten», sagte Voigt der Zeitung.
Der Osten als Seismograph
Der 48-Jährige führt in Thüringen eine Koalition aus CDU, BSW und SPD. Das Bündnis Sahra Wagenknecht hatte den Einzug in den Bundestag bei der Wahl am vergangenen Sonntag knapp verpasst.
Mit Blick auf das gute Abschneiden der AfD bei der Wahl sagte Voigt, solange die Probleme im Land nicht gelöst seien, die die Menschen als wichtig empfinden, wählten sie die AfD. «Ostdeutschland ist ein Seismograph für Entwicklungen, die dem Westen noch bevorstehen.»