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Meiste Ehen scheitern im siebten oder achten Jahr

In Thüringen wurden im vergangenen Jahr 2.924 Ehen geschieden. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa
In Thüringen wurden im vergangenen Jahr 2.924 Ehen geschieden. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa

In Thüringen ist die Zahl der Scheidungen auf einen Tiefstand gefallen. Dennoch bleibt das siebte und achte Ehejahr für viele Paare ein Wendepunkt.

In Thüringen sind im vergangenen Jahr so wenige Ehen geschieden worden wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 2025 insgesamt 2.924 Ehen geschieden – 15 weniger als 2024 und damit ein Rückgang um 0,5 Prozent. Einen noch niedrigeren Wert gab es nur 1993 mit 2.643 Scheidungen. 

Auffällig bleibt der Zeitpunkt vieler Trennungen: Die meisten Ehen scheiterten auch 2025 im siebten oder achten Ehejahr. Während die Zahl der Scheidungen bis zu diesem Zeitpunkt deutlich ansteigt, nimmt sie danach laut den Statistikern kontinuierlich ab. So gingen im Jahr der Silberhochzeit nur noch etwa ein Prozent aller 2025 geschiedenen Ehen auseinander. Insgesamt hielt eine geschiedene Ehe im Freistaat im Schnitt 14,5 Jahre – vor zehn Jahren waren es noch 15,7 Jahre.

Das verflixte siebte Jahr

In mehr als der Hälfte der Fälle (55,2 Prozent) ging der Scheidungsantrag von der Frau aus. Männer stellten in 40,4 Prozent der Verfahren den Antrag, in 4,4 Prozent entschieden sich beide Partner gemeinsam dafür. In den allermeisten Fällen (90,6 Prozent) stimmte der jeweils andere Partner dem Antrag zu.

Auch Kinder sind weiterhin häufig betroffen: 2025 lebten in 2.289 Fällen minderjährige Kinder in den geschiedenen Familien – 36 weniger als im Jahr zuvor. Knapp die Hälfte der geschiedenen Paare (49,6 Prozent) hatte keine minderjährigen Kinder.

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