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Studie: Viele Jugendliche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen blicken skeptisch auf Deutschlands Zukunft

Welche Sorgen beschäftigen Jugendliche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besonders? (Archivbild)  / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Welche Sorgen beschäftigen Jugendliche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besonders? (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Nur 40 Prozent der Jugendlichen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind optimistisch für Deutschlands Zukunft; 72 Prozent sehen ihre eigene Zukunft positiv.

Viele junge Leute in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehen Deutschlands Zukunft laut einer Studie pessimistisch. «Unsere Jugendlichen schauen mit viel Hoffnung auf ihr eigenes Leben – aber mit Skepsis auf die Zukunft unseres Landes», erklärte Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der Barmer Krankenkasse in Sachsen. Bei der aktuellen Sinus-Studie der Barmer hatten nur 40 Prozent der Befragten in den drei Ländern angegeben, optimistisch auf die Zukunft des Landes zu schauen. Das sind elf Prozentpunkte weniger als 2021.

Viel Optimismus bei persönlicher Zukunft

Gleichzeitig blicken 72 Prozent mit Optimismus auf ihre persönliche Zukunft. Auch dieser Wert ist seit dem Jahr 2021 deutlich gesunken (82 Prozent). Für die Studie waren im vergangenen Herbst bundesweit rund 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden, darunter 223 aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 

«Viele junge Menschen haben das Gefühl, die großen weltpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen kaum beeinflussen zu können. Ihre eigene Zukunft dagegen sehen sie als etwas, das sie selbst gestalten können», wertete die Barmer-Chefin die Ergebnisse. Es sei zu hoffen, dass dieser persönliche Zukunftsoptimismus trotz der bundesweiten und globalen Herausforderungen nicht weiter abnimmt.

Was bereitet den Jugendlichen am meisten Sorgen?

Der Studie zufolge stehen weltweite Konflikte inzwischen ganz oben auf der Liste der Zukunftsängste: Rund 66 Prozent der Jugendlichen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen machen sich große Sorgen wegen Kriegen. Das entspricht 13 Prozentpunkten mehr als im Jahr 2023 (53 Prozent), als diese Frage erstmalig gestellt wurde.

Etwa 38 Prozent nennen die Migration als Hauptsorge, jeweils 37 Prozent den politischen Populismus beziehungsweise Extremismus sowie die Umweltverschmutzung. Der Klimawandel bereitet 35 Prozent der Befragten Sorgen. Eine geringere Rolle spielen Wirtschafts- (30 Prozent) und Energiekrisen (20 Prozent).

Wie zufrieden sind die Jugendlichen gerade mit ihrem Leben?

Der Großteil - rund 85 Prozent der Jugendlichen in den drei Ländern - sind mit ihrem Leben zufrieden. Dieser Wert ist seit dem Jahr 2021 (81 Prozent) um vier Prozentpunkte gestiegen.

Was ist die Sinus-Jugendstudie?

Die Sinus-Jugendstudie wird seit 2021 jährlich im Auftrag der Barmer durchgeführt. Sie beleuchtet, was Jugendliche bewegt – von Zukunftsängsten über Themen wie Cybermobbing oder Klimawandel bis hin zu Fragen rund um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse werden bezogen auf jeweilige Themen im Laufe des Jahres veröffentlicht.

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