Die Thüringer Unternehmen fassen nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John wieder Mut und investieren. Ein Indikator sei die Nachfrage nach staatlichen Zuschüssen für Projekte, sagte die CDU-Politikerin auf dpa-Anfrage in Erfurt.
Im ersten Halbjahr hätten 45 Unternehmen aus dem Freistaat Finanzspritzen aus dem Bund-Länder-Programm «Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur» für geplante Investitionen in Höhe von knapp 200 Millionen Euro beantragt. Im Vorjahreszeitraum waren es nur Anträge von 30 Unternehmen mit geplanten Investitionen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro.
«Das geplante Investitionsvolumen jetzt ist also fast siebenmal so hoch wie im ersten Halbjahr 2024 – und bereits höher als im Vorjahr insgesamt», sagte Boos-John. «Auch wenn das nur eine Momentaufnahme ist, zeigt sich hier eine gestiegene Investitionsbereitschaft der Betriebe.»
In den vergangenen Monaten hatten Unternehmen, Kammern und Verbände eine Investitionsunsicherheit sowie Hemmnisse thematisiert. Einige Firmen wie der Jenaer Softwareanbieter Intershop sehen darin einen Grund für weniger Aufträge.