Thüringens Verkehrsminister Steffen Schütz (BSW) hofft auf einen Kompromiss bei der Finanzierung des Deutschlandtickets über 2025 hinaus. Er schließe sich Maximalforderungen, nach denen hauptsächlich der Bund die Kosten tragen solle, nicht an, sagte Schütz der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Eine solche Regelung sei wünschenswert, aber unrealistisch. «Ein Rückzug der Länder aus der Finanzierung würde wohl den Todesstoß für das Ticket bedeuten.»
Für Thüringen habe der Bestand des Ticketmodells mit bundesweit Millionen von Nutzern aus verkehrspolitischer, sozialer wie ökologischer Sicht Vorrang. Derzeit wird das Ticket, das zum Preis von 58 Euro im Monat die Nutzung des Nah- und Regionalverkehr ermöglicht, zur Hälfte mit je 1,5 Milliarden Euro von Bund und Ländern finanziert. Damit werden Einnahmeausfälle bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen.