loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Arbeitslosenzahl in Thüringen im März gesunken – Quote leicht auf 6,6 Prozent

In Thüringen waren im März verglichen mit dem Vormonat etwas weniger Menschen arbeitslos. (Symbolbild) / Foto: Philip Dulian/dpa
In Thüringen waren im März verglichen mit dem Vormonat etwas weniger Menschen arbeitslos. (Symbolbild) / Foto: Philip Dulian/dpa

Die Arbeitslosenzahl im Bundesland sinkt leicht. Trotzdem gibt es mehr Jobsuchende als vor einem Jahr. Eine Gruppe ist besonders betroffen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Thüringen im März um 1.070 auf 72.242 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 6,7 im Februar auf 6,6 Prozent im März, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle/Saale mitteilte. Ein Jahr zuvor lag sie bei 6,5 Prozent. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar um 200 Menschen leicht an. Für die Angaben griff die Regionaldirektion auf Datenmaterial zurück, das bis zum Stichtag 12. März vorlag.

«Besonders junge Menschen stärker betroffen»

«Zwar geht die Zahl der Arbeitslosen in allen Gruppen zurück, doch im Vergleich zum Vorjahr bleibt sie höher. Besonders junge Menschen sind stärker betroffen», sagte Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion. Den Angaben nach stieg die Arbeitslosenquote innerhalb der Gruppe der Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren in diesem Zeitraum um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent im März. Bereits im Februar war die Jugendarbeitslosigkeit gestiegen. Die Regionaldirektion führte die Entwicklung teilweise auf das Ende von Ausbildungen zurück.

Zum Vergleich: Bei den 55- bis 64-Jährigen kletterte die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Die Gruppe derer im Alter ab 50 Jahren machten mit 36,3 Prozent den größten Anteil unter allen Arbeitslosen aus. 

Weniger freie Stellen gemeldet

Insgesamt 3.494 freie Stellen meldeten Betriebe aus Thüringen im März neu. Das seien 646 Stellen weniger als im Vormonat, gleichzeitig aber 117 mehr als im Vorjahr gewesen. «Gerade in dieser Phase ist es sinnvoll, auf Weiterbildung zu setzen», so Behrens. Zusätzliche Qualifikationen könnten die Chancen auf eine neue Beschäftigung deutlich verbessern.

Deutschlandweit ist die Zahl der Arbeitslosen im März im Vergleich zum Vormonat um 49.000 auf 3,021 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren das 54.000 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote sank im März gegenüber Februar um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent. Die für März übliche Frühjahrsbelebung bleibe 2026 ohne nennenswerten Schwung, so die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles. 

Kaum Schwung fürs Frühjahr

Auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, monierte mit Blick auf die Thüringer Zahlen fehlenden Schwung. «Statt der üblichen Frühjahrsbelebung droht sich die Lage weiter zu verschlechtern», sagte er. Ein zentraler Grund für die Lage seien die weiterhin hohen Energiepreise. «Sie belasten Betriebe und drücken die Kaufkraft der Beschäftigten.» Rudolph forderte ein Sofortprogramm, um Energiepreise schnell zu stabilisieren und um Haushalte und Betriebe zu entlasten.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten