Die Zahl der Arbeitslosen ist in Thüringen im März um 1.070 auf 72.242 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 6,7 im Februar auf 6,6 Prozent im März, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle/Saale mitteilte. Ein Jahr zuvor lag sie bei 6,5 Prozent. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar um 200 Menschen leicht an. Für die Angaben griff die Regionaldirektion auf Datenmaterial zurück, das bis zum Stichtag 12. März vorlag.
Weniger freie Stellen gemeldet
Insgesamt 3.494 freie Stellen meldeten Betriebe aus Thüringen im März neu. Das seien 646 Stellen weniger als im Vormonat, gleichzeitig aber 117 mehr als im Vorjahr gewesen. «Gerade in dieser Phase ist es sinnvoll, auf Weiterbildung zu setzen», so Behrens. Zusätzliche Qualifikationen könnten die Chancen auf eine neue Beschäftigung deutlich verbessern.
Deutschlandweit ist die Zahl der Arbeitslosen im März im Vergleich zum Vormonat um 49.000 auf 3,021 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren das 54.000 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote sank im März gegenüber Februar um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent. Die für März übliche Frühjahrsbelebung bleibe 2026 ohne nennenswerten Schwung, so die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles.
Kaum Schwung fürs Frühjahr
Auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, monierte mit Blick auf die Thüringer Zahlen fehlenden Schwung. «Statt der üblichen Frühjahrsbelebung droht sich die Lage weiter zu verschlechtern», sagte er. Ein zentraler Grund für die Lage seien die weiterhin hohen Energiepreise. «Sie belasten Betriebe und drücken die Kaufkraft der Beschäftigten.» Rudolph forderte ein Sofortprogramm, um Energiepreise schnell zu stabilisieren und um Haushalte und Betriebe zu entlasten.
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