Eine millionenschwere Klage gegen die Holzvermarktungspraxis der Thüringer Landesforstanstalt beschäftigt weiter das Land. Eine Gesellschaft, die die Thüringer Sägeindustrie vertritt, geht gegen das Land vor. Verhandelt wird nach Angaben des Thüringer Forstministeriums an diesem Mittwoch vor dem Oberlandesgericht in Jena. Wann eine Entscheidung fällt, ist noch offen.
Die Sägeindustrie wirft der Thüringer Forstanstalt angeblich überhöhte Holzpreise wegen kartellrechtswidrigem Agieren mit anderen Waldbesitzern vor. Der Rechtsstreit zieht sich bereits über Jahre. «Der Freistaat Thüringen ist davon überzeugt, dass die Klage unbegründet ist», erklärte Forstminister Tilo Kummer (BSW) auf Anfrage.
2023 war die Klage gegen die Vermarktungspraxis mit Schadenersatzforderungen in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro vor dem Landgericht Erfurt erfolglos geblieben. Damals war die Sägeindustrie von einem internationalen Prozessfinanzierer vertreten worden. Aus Sicht des Gerichts war dieser nicht legitimiert, um als Kläger aufzutreten.