Unionsfraktionschef Jens Spahn hat die AfD-Spitze aufgefordert, Vorwürfe der Spionage für Russland aufzuklären. «Der Verdacht, im Bundestag für den Ex-KGB-Spion Putin zu spionieren, wiegt schwer», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post» (Freitag) mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin. AfD-Parteichefin Alice Weidel müsse «umgehend und zweifelsfrei aufklären, welche Machenschaften es in ihrer Fraktion gibt».
Abgeordnete seien dem deutschen Volk und seinem Wohl verpflichtet, sagte Spahn weiter. «Wenn parlamentarische Rechte stattdessen missbraucht werden, um ausländischen Diktatoren sicherheitsrelevante Informationen zu besorgen, ist das Verrat an unserem Vaterland.» Der Verdacht werde durch zahlreiche Vorfälle in den Reihen der Partei genährt, die die «Putin-Nähe der AfD belegen», so Spahn der «Rheinischen Post».