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AfD-Parteitag in Erfurt: Chrupalla widerspricht Höcke und mahnt Ost-West-Einheit

Er trete gerne im Westen Deutschlands auf, betont Tino Chrupalla, alter und neuer Co-Vorsitzender der AfD, beim Parteitag in Erfurt. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Er trete gerne im Westen Deutschlands auf, betont Tino Chrupalla, alter und neuer Co-Vorsitzender der AfD, beim Parteitag in Erfurt. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Bei Parteitag in Erfurt rief AfD-Chef Tino Chrupalla zur Einheit von Ost und West auf und widersprach indirekt Björn Höcke nach dessen Amerika-Kritik.

Beim Bundesparteitag der AfD hat sich der Parteichef Tino Chrupalla bemüht, Gräben zuschütten. Gleichzeitig widersprach er indirekt dem Thüringer AfD-Landesvorsitzeden Björn Höcke. «Der Westdeutsche ist genauso Deutscher wie der Ostdeutsche», betonte Chrupalla, der aus Sachsen stammt, vor den Delegierten in Erfurt.

Deutsche oder deutsch sprechende Amerikaner?

Im Juni hatte ein Höcke-Interview der Schweizer «Weltwoche» für Kritik gesorgt. Darin hatte der AfD-Politiker als wichtige Ursache für gesellschaftliche Polarisierung und Ost-West-Unterschiede gesagt: «Im Osten sind die Menschen noch Deutsche, im Westen haben sie über Jahrzehnte eine Ersatzidentität gefunden und haben sich von der amerikanischen Kultur völlig usurpieren lassen». Usurpieren bedeutet, etwas zu verdrängen und seinen Platz einzunehmen.

Höcke, selbst in Nordrhein-Westfalen geboren und in Rheinland-Pfalz aufgewachsen, zitierte außerdem einen Satz, den er «irgendwo gelesen» habe, der gut reinpasse: «In der westlichen Republik gibt es deutsch sprechende Amerikaner oder wohnen deutsch sprechende Amerikaner und im Osten der Republik wohnen deutsch sprechende Deutsche.» Der Amerikanismus sei eine Antithese zum Deutschtum, sagte er auch.

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