Das Thüringer BSW hat für den 6. September einen Sonderparteitag anberaumt - doch der Termin sorgt für Unmut bei den anderen 15 Landesverbänden der Partei. Grund ist die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am selben Tag. In einem Brief fordern die Landesvorsitzenden, den Sonderparteitag in Thüringen zu verschieben. Dass dieser am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geplant sei, «haben wir mit Irritation zur Kenntnis genommen», heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt. Darüber hatte zuvor die Zeitung «Welt» berichtet. «Es ist damit zu rechnen, dass es auf dem Parteitag zu kontroversen Diskussionen kommt», appellieren die Landesvorsitzenden in dem Brief an ihre Thüringer Parteikollegen. «Wer ein solches Ereignis parallel zu einer wichtigen Wahl abhält, nimmt in Kauf, dass das BSW ausgerechnet am Wahltag mit innerparteilichen Auseinandersetzungen Schlagzeilen macht. Niemand, der den Einzug des BSW in die Landtage unterstützen möchte, kann das wollen.» Hintergrund des geplanten Parteitags des Landesverbandes ist ein Streit mit dem BSW-Bundesvorstand. Dieser hat verlangt, dass die Thüringer BSW-Fraktion Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) die Unterstützung entzieht und die Koalition mit CDU und SPD verlässt. Auslöser ist die Aberkennung von Voigts Doktortitel durch die Technische Universität Chemnitz. Dagegen geht er juristisch vor. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten