Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Verständnis für Spionagevorwürfe gegen die AfD geäußert. «Die AfD zeigt offen ihre Nähe zu (Russlands Präsidenten Wladimir) Putin und verhält sich auch so wie eine deutsche Putin-Partei», sagte der CSU-Politiker dem «Handelsblatt». «Diese Haltung nährt den Verdacht, dass mehr als nur Sympathie im Spiel ist.» Er verstehe, dass Kolleginnen und Kollegen diese Nähe «kritisch thematisieren».
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hatte in einem Interview den Verdacht geäußert, die AfD könnte ihr parlamentarisches Fragerecht im Sinne Russlands missbrauchen. Das Thema sorgt seit Tagen für Wirbel. Die AfD wies die Vorwürfe zurück. Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke forderte die Entlassung von Maier. Dobrindt sagte dazu: «Bei einer Partei, die so offen für Putin Partei ergreift, ist es nicht verwunderlich, dass ein solcher Verdacht geäußert wird.»