Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke wirbt weiter um das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Wagenknecht habe sich zwar zuletzt von der AfD abgewandt, sagte der Chef des als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Landesverbands der Zeitung «Freies Wort». Für eine «gemeinsame Friedenspolitik» bleibe die Hand aber auch in Richtung Wagenknecht ausgestreckt.
Im Zusammenhang mit der deutschen Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine hatten AfD und BSW in der Vergangenheit immer wieder von einem angeblichen «Kriegskurs» der Bundesregierung gesprochen.
BSW-Bundeschefin Wagenknecht hatte sich zuletzt für Gespräche mit der AfD auf Bundesebene offen gezeigt, aber auch gesagt, aktuell gebe es diese nicht, das sei eine Phantomdiskussion. Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali bestritt eine Annäherung an die AfD – für eine Zusammenarbeit seien die Parteien inhaltlich viel zu weit voneinander entfernt.
Höcke hatte sich zuvor mit dem Thüringer BSW-Fraktionschef Frank Augsten zu Gesprächen unter anderem über die Blockade bei der Besetzung wichtiger Justizgremien getroffen. Das hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und auch bei der Thüringer CDU Irritationen ausgelöst.