Einige vertrauliche Gespräche liegen hinter ihr - es war ein hartes Tauziehen um Wörter und Sätze. Nun steht Katja Wolf, Partei- und Fraktionsvorsitzende des BSW in Thüringen, vor den Kameras und erzählt von den «schwierigsten Verhandlungen meines Lebens». Und vor allem vom Ergebnis: CDU, BSW und SPD einigten sich in der lange strittigen Friedensfrage. Parteigründerin Sahra Wagenknecht hatte von dem Passus zur Friedenspolitik die Aufnahme von Verhandlungen für eine Koalition unter Beteiligung des erst vor einem Jahr gegründeten BSW abhängig gemacht.
Am Dienstag wollen die Parteien Koalitionsverhandlungen aufnehmen und sich - so die Botschaft der Landesspitzen am Montag - vor allem wieder um Thüringer Themen kümmern. Der Stress der vergangenen Tage, das harte Ringen um eine mögliche Präambel für einen Koalitionsvertrag mit Zwischenrufen der Parteichefs Friedrich Merz und Sahra Wagenknecht war den Thüringern aber dennoch anzusehen.