Im Dauerstreit mit der Bundesspitze seiner Partei hat Thüringens BSW-Digitalminister Steffen Schütz die Linie der Partei für den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt harsch kritisiert. «Wenn man sich mit Extremisten zusammentut, aus Machtkalkül, um politisch zu überleben, dann finde ich: Dann ist eine rote Linie überschritten», sagte Schütz im Interview mit dem Deutschlandfunk.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hatte zuletzt immer wieder erklärt, dass das Ziel der Partei bei der Landtagswahl die Abwahl des CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze sei. Stattdessen solle ein überparteilicher Ministerpräsident mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten unter Einbeziehung der AfD regieren. Die AfD in Sachsen-Anhalt gilt wie in Thüringen als «gesichert rechtsextremistisch».
Mit Blick auf die BSW-Vertreter in Sachsen-Anhalt, die am 6. September um den Einzug in den Landtag in Magdeburg bangen müssen, sagte Schütz: «Ich wünsche denen, dass sie das sind, wofür wir angetreten sind: eine demokratische Alternative zur Alternative. Ich nehme aber was anderes wahr und deswegen habe ich mich sehr eindeutig dagegen positioniert. Ich finde, da gibt es auch kein Vertun.»