Ein Verwaltungsjurist aus der Staatskanzlei soll künftig an der Spitze des Thüringer Landesverwaltungsamtes in Weimar stehen. Das Präsidentenamt in Thüringens größter Behörde übernehme ab September Johannes Blasius, sagte Staatskanzleiminister Stefan Gruhner (CDU) in Erfurt.
Der Jurist, 1967 in Trier geboren, ist derzeit Leiter der Zentralabteilung in der Staatskanzlei. Zuvor hatte es bereits zwei gescheiterte Versuche gegeben, den Spitzenposten in der Thüringer Verwaltung zu besetzen. «Alle guten Dinge sind drei», sagte Gruhner. Er wollte die beiden gescheiterten Besetzungsversuche jedoch nicht kommentieren.
Nun gebe die Staatskanzlei «ihren wichtigsten Beamten» für die Leitung der großen Behörde in Weimar her. Blasius hat nach Angaben von Gruhner unter anderem im Finanz-, Justiz- und Innenministerium des Freistaats gearbeitet. Er habe bei seiner bisherigen Arbeit gezeigt, dass er für eine schlanke Verwaltung und schnelle Verfahren stehe. Er löst den langjährigen Amtsinhaber Frank Roßner am 1. September ab, der nach Angaben von Gruhner dann offiziell in den Ruhestand geht.
Besetzung war nicht einfach
Die Besetzung des Verwaltung-Spitzenpostens in Weimar hatte in diesem Jahr immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Der erste Favorit für den Posten, der bereits zum Landesverwaltungsamt abgeordnet war, hatte sich überraschend zurückgezogen. Danach war ein Manager einer großen Sozialorganisation für den Posten im Gespräch.
Zum stellvertretenden Behördenchef wurde der 46 Jahre alte Marco Gogolin ernannt. Er hat langjährige Erfahrungen in der Thüringer Landesverwaltung und leitet derzeit ein Ministerbüro in Hessen.
Das Landesverwaltungsamt hat unter anderem die Dienst- und Fachaufsicht für die Kommunen sowie Zuständigkeiten im Bereich Migration sowie vielen anderen Fachbereichen.
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