Das Unterfangen gilt als heikel und komplex: Im Herbst müssen zwei Verfassungsrichter für das oberste Gericht im Freistaat gewählt werden. Die AfD kann diese Wahlen im Parlament blockieren - wenn sie denn will. Außerdem wird sie wohl selbst Anspruch erheben, eine oder einen ihrer Leute in das oberste Gericht Thüringens zu schicken. Bekommt der Freistaat also bald AfD-Verfassungsrichter?
Thüringens Landtagspräsident Thadäus König spricht von einem «gewissen Zeitdruck», Mehrheiten zu organisieren. «Ich denke, die Zeit der parlamentarischen Sommerpause bietet eine gute Gelegenheit, um da aufeinander zuzugehen und nach Lösungen zu suchen.»
Schaffen es die Fraktionen nicht, sich zu einem Ergebnis durchzuringen, droht jedenfalls ein Fiasko. Aber es gibt auch positive Signale, dass es gelingen könnte. Was die Wahlen so schwer macht und wie dramatisch die Folgen eines Scheiterns wären.