Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sieht in einer Aktienrente eine Ergänzung in der Vorsorge. «Das ist meiner Meinung nach ein Zusatzangebot. Wichtig ist, die gesetzliche Rente auf eine solide Grundlage zu stellen und weitere Säulen wie betriebliche und private Vorsorge auszubauen», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
Aktienrente Thema für Kommission
Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch ein neues Modell für private Altersvorsorge beschlossen, das verschiedene Garantiestufen verbunden mit unterschiedlichen Renditechancen enthält. Die Pläne sehen etwa die Möglichkeit eines Altersvorsorgedepots vor, das hohe Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht, aber keine Garantien gibt.
Außerdem dürfte eine Altersvorsorge mit Hilfe des Kapitalmarktes eine Rolle bei der Arbeit der Rentenkommission spielen, die bis Mitte 2026 Vorschläge zur Reform der Altersvorsorge vorlegen soll.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte jüngst erklärt, die gesetzliche Rente werde eine «Basisabsicherung» bleiben. Dazu müsse aber sehr viel stärker die private und betriebliche Altersversorgung gehören. Um das zu ermöglichen, gehe es nicht ohne den Kapitalmarkt, sagte Merz.