Durch sogenannte Fake-Shops im Internet entsteht in Thüringen weiterhin ein hoher finanzieller Schaden. Im vergangenen Jahr summierte sich dieser auf rund 600.000 Euro, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht. 2024 lag die Schadenssumme demnach noch um etwa 50.000 Euro höher.
Auffällig ist laut Ministerium: Während die jährliche Gesamtschadenssumme mittelfristig relativ gleich bleibt, ist die Zahl der Fälle deutlich gesunken. Das deutet darauf hin, dass Betroffene im Schnitt höhere Summen verlieren.
Fake-Shops sind betrügerische Webseiten, die seriöse Online-Händler vortäuschen. Kundinnen und Kunden bestellen dort Waren und bezahlen im Voraus – erhalten jedoch entweder keine Lieferung oder gefälschte Produkte. Die Seiten wirken zunehmend professioneller, sodass für Verbraucher oft schwer zu erkennen ist, ob es sich dabei um seriösen Anbieter oder um Kriminelle handelt. Häufig gelangen Nutzer über Suchmaschinen auf die Angebote.
Erkennen ist besser als zahlen
Nach Angaben des Innenministeriums wurden 2021 noch rund 1.400 derartiger Fälle registriert. Bis 2025 sank diese Zahl auf etwa 700. Die Schadenssummen bewegten sich im selben Zeitraum meist zwischen rund 500.000 und 656.000 Euro. Lediglich 2023 lag der Schaden mit etwa 365.000 Euro deutlich darunter. Ältere Daten werden laut Ministerium statistisch nicht erfasst.
Für die Behörden ist die Verfolgung der Täter oft schwierig. Umso wichtiger sei es, dass Verbraucher unseriöse Anbieter selbst erkennen, hieß es. Polizei und die Verbraucherzentrale Thüringen informieren daher regelmäßig über typische Betrugsmaschen und geben Hinweise für sicheres Online-Shopping.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten