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Mutmaßliche Linksextremisten vor Gericht

Bewaffnete Polizisten sichern in Düsseldorf das Gebäude des OLG (Archivbild). Sechs mutmaßliche Linksextremisten müssen vor Gericht. / Foto: Monika Skolimowska/dpa
Bewaffnete Polizisten sichern in Düsseldorf das Gebäude des OLG (Archivbild). Sechs mutmaßliche Linksextremisten müssen vor Gericht. / Foto: Monika Skolimowska/dpa

Die Gruppe Antifa-Ost, auch Hammerbande genannt, soll in Budapest Neonazis attackiert haben. Sechs Angeklagte müssen in Düsseldorf vor Gericht - unter anderem wegen versuchten Mordes.

Sechs mutmaßliche Linksextremisten müssen sich von diesem Dienstag (10.30) an in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht verantworten. Sie sollen in Budapest Neonazis und Rechtsextremisten gejagt und geschlagen haben. Die Bundesanwaltschaft wertet dies in zwei Fällen als versuchten Mord. 

Den Angeklagten wird daneben die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Angeklagt sind vier junge Frauen und zwei Männer aus Jena und Leipzig. Sie sind 22 bis 24 Jahren Jahre alt. Sie sollen Mitglieder der Antifa-Ost sein, auch Hammerbande genannt. 

Der Generalbundesanwalt stuft die Antifa-Ost als militante, linksextreme Vereinigung ein. In Budapest seien verschiedene Personen mit Faustschlägen, Schlagstöcken und einem Hammer angegriffen worden. 

Die Verteidiger haben die Anklage bereits kritisiert: Sie sei überzogen und lasse eine politische Motivation befürchten. Nicht einmal die ungarische Justiz habe einen Tötungsvorsatz gesehen. 

Neben dem Geschehen in Budapest am Rande eines internationalen Treffens von Rechtsextremisten («Tag der Ehre») sollen die Angeklagten im April 2022 in Erfurt eine Verkäuferin attackiert und verletzt haben, die in einem Laden der Marke «Thor Steinar» arbeitete.

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