Die CDU will das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) trotz Bedenken ehemaliger DDR-Bürgerrechtler nicht grundsätzlich als möglichen Koalitionspartner in einem Bundesland ausschließen. Natürlich sei das BSW für die CDU kein «Wunschkandidat», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), in Berlin. Das Bündnis sei zudem in vielerlei Hinsicht «immer noch eine Blackbox» - sowohl inhaltlich als auch personell.
Dennoch gelte: «Es hilft uns nicht weiter, wenn wir hier von Berlin aus alles Mögliche ausschließen.» Die CDU habe Parteitagsbeschlüsse, wonach eine Zusammenarbeit mit AfD oder der Linkspartei ausgeschlossen sei. Es wäre aber falsch, im Hinblick auf alle anderen einzelne Optionen vom Tisch zu nehmen. «Sondern am Ende des Tages geht es darum, mit dem, was der Souverän entscheidet, umzugehen.» Ein Blick nach Thüringen und Sachsen, wo am 1. September jeweils ein neuer Landtag gewählt wird, zeige, dass es «höchst kompliziert» werden könne, sagte Frei.